Wie gehts dir?

Sprecht sie aus, diese Worte.
Schreibt sie, diese Worte.
Schickt sie hinaus in die Welt.

Eine kurze Frage, die so oft verwendet wird, wenn wir aufeinander treffen. Die Antworten reichen vom oberflächlichen (und vielleicht aus Selbstschutz herrührenden?) „Gut, danke“ über das (belanglos scheinende?) Schulterzucken hin zum (vielleicht mehr darüber sprechen wollenden?) „Nicht so gut“.

Wenn wir uns sehen und uns aufrichtig fragen, wie es der anderen, dem anderen geht und uns dann auch die Zeit nehmen (und die Kapazitäten bereitstellen), die Antwort hinter der Antwort abzuwarten, kann das zu Nähe führen oder Interesse für den und die andere. Oder einfach zu einem Gespräch.

Doch was ist, wenn wir uns lange nicht sehen? Weil wir in unterschiedlichen Städten, Lebensrhythmen oder Zeitzonen wohnen? Weil die Arbeit, das Leben, der Alltag dieses Aufeinandertreffen im Moment nicht zulassen?

Dann schreibt diese Nachricht an einen Menschen, an den ihr gerade denkt.

Ich denke an dich. Wie geht es dir?

Diese einfachen Worte können so viel mehr, als wir ihnen manchmal zugestehen. Zu unwichtig, zu wenig sagend, zu inflationär verwendet.

Diese wenigen Worte können so vieles auslösen. Können heilsam wirken, können abholen und berühren, können Tränen trocknen und durchatmen lassen. Sie können lostreten und aufhalten, verstanden fühlen lassen und verständlich machen wollen.

Sie sind einfach, diese Worte. Doch sie sind nicht einfach nur Worte.

Sie sind Hoffnung und Mitgefühl, sind Verbundenheit und Achtsamkeit. Sie sind Zeitnehmen und Momentverbesserer, sie sind Miteinander und sie sind „du bist mir wichtig“-Überträger.

Diese Worte sind viel mehr als nur diese Worte.

Deshalb:

Lasst sie uns aussprechen, diese Worte.
Lasst sie uns schreiben, diese Worte.
Lasst sie uns in die Welt hinaus schicken.

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