Über zwei Spielerinnen im selben Spiel

Es gibt zwei Spielerinnen im selben Spiel –
sie haben wenig miteinander zu tun und doch so viel.
Die eine gibt und träumt und schafft,
während der andere nimmt und nicht viel macht.

Die eine geht nach außen und hat viele Formen,
der andere geht nach innen, überkommt wenig Normen.
Beide sind wichtig und schön und gut,
doch vor dem anderen, seid auf der Hut.

Die zwei Spielerinnen, das sei gesagt,
wären ohne einander bestimmt oft verzagt.
Mehr braucht der andere die eine bestimmt,
doch ohne einander hätt es auch nicht gestimmt.

Wenn ich so nachdenke, dann kommt mir vor,
die eine kann warten und schaut leise empor,
während der andere oft schreit und sich behaupten muss,
viel zu viel gibt es schon von ihm, das ist ein Verdruss.

Welche Teile im selben Spiel ich meine?
Das sei gesagt: Kreation ist die eine.
Die, die gibt und schafft und zeigt.
Die, die warten kann und die, die bleibt.

Und die andere Seite dieser Gleichung,
lebt ganz leicht auch ohne unser Zutun.
Gerade im Moment betreiben wir sie zu viel,
und so macht es bald nicht mehr Freude, dieses Spiel.

Der Kreation gegenüber steht ganz klar
der Konsum auf seiner Seite da.
Doch vergehend und manchmal leer wie der Rauch,
verhält es sich leider auch mit dem Verbrauch.

Nun können wir viele Dinge konsumieren,
doch wenn wir Ware, Nahrung, Mittel, Kunst kreieren,
anstatt es zu verbrauchen,
dann werden wir merken, wie viel wir wirklich brauchen.

Ich hab den Konsum als etwas Schlechtes dargestellt,
doch fürcht ich, so gehts nicht nur mir in der Welt.
Viel zu viel wird verbraucht und verschwendet,
und wenn man sich wieder mehr der Kreation zuwendet,
können schöne Sachen entstehen
und die zu füllende Leere und Frust vergehen.

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