Sie ist geöffnet

Ich hab sie aufgemacht. Sogar schon vor einer Zeit. Und jetzt ist sie offen. Ganz aufgemacht, weit geöffnet.

Die Weihnachtskiste. Die Kiste, in der sich all die Wunder, der Zauber, der Glitzer und all die Düfte verbergen, die ich mit Weihnachten verbinde. Darin befindet sich auch dieses warme, wohlige Gefühl von „alles ist gut“. Dieses herzerwärmende, augenerleuchtende, gänsehauterzeugende Wohlgefühl von Weihnachten.

Ich habe sie geöffnet, die Kiste. Und sie ist keine wirkliche, keine sichtbare Kiste. Und doch ist sie so echt, so greifbar, so wirklich – für mich.

Diese Weihnachtskiste geht nicht nur einmal im Jahr auf, nein. Immer wieder öffne ich sie einen Spalt, schaue hinein und das Licht strahlt heraus. Dann ist Weihnachten. Das kann im Sommer sein, im Herbst, im Frühling und im Winter. Wie? Das geht immer? Ja! Das geht immer. Wenn Weihnachten ein Gefühl ist, dann kann ich das immer fühlen. Immer wieder mal.

Aber diese Weihnachtskiste lässt sich eben auch ganz weit öffnen. Und dann, ja dann kommt der ganze Glanz zum Vorschein: Kerzen, Sterne, warme Farbe. Weihrauch, Lebkuchen, Zimt. Glückseligkeit, Zufriedenheit und Dankbarkeit. Ein Hochgefühl an Gefühlen. Eine Berührtheit, die ganz weit macht. All das kommt dann hervor. Und heute, da hab ich sie ganz geöffnet. Ganz weit. Habs ihr ganz leicht gemacht, ihren vollen Stolz zu präsentieren. Hab sie zu Keksen und zum Dekorieren eingeladen. Hab ihr eine Lichterkette aufgehängt und einen Sternspritzer ihr zu Ehren entzündet und bewundert.

Jetzt ist sie geöffnet, die Weihnachtskiste. Uns jetzt darf sie auch mal offen bleiben. Weit, weit offen. Dann geht sie tief, tief ins Herz. Ja. So eine Weihnachtskiste, die ist was Feines. So eine Kiste, so eine wunderbare Schatzkiste, die wünsch ich euch allen da draußen.

Macht es euch schön, ihr lieben Menschen.

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