Die Liste an der Tür

Täglich sehe ich sie, die Liste an der Tür. Seit ein paar Jahren hängt sie dort. Immer wieder habe ich sie ergänzt und erweitert, immer wieder habe ich sie angeschaut und dabei gelächelt.

Diese Liste an der Tür besteht aus „Ideen- und Geistesblitzen“. So habe ich sie damals genannt. Diese Liste beinhaltet Visionen und Vorhaben, Träume und Wünsche, die ich kreativ und schaffend ausleben möchte. Diese Liste ist dazwischen immer wieder zur Dekoration geworden – denn die Buchstaben darauf sehen hübsch aus, in den Worten, die sie ergeben.

Diese Liste an der Tür ist keine To-Do, keine To-Have oder To-Be-Liste. Diese Liste ist eine offene, wachsende, blühende Sammlung an Dingen, die mich berühren und die ich in die Welt tragen möchte.

Und so steh ich vor dieser Liste und schmunzle. Ohne auch nur eines dieser Wörter und dementsprechend Vorhaben konkret verfolgt zu haben, gibt es mittlerweile doch einige davon, die ich gerade bearbeite. Es gibt Visionen auf dieser Liste, die langsam ihre Formen annehmen. In einer anderen Weise, in einem anderen Tempo – und in einer anderen, auch mir davor undenkbaren, Leichtigkeit.

Langsam lesend gehe ich die Begriffe durch. In welchem Moment habe ich diese geschrieben? Was waren die Umstände? Wie habe ich gelebt, gearbeitet, gedacht und geplant, wohin es gehen wird? Was habe ich damit gemeint? Was war wichtig und warum war das eine meiner Ideen?

Ein paar der Begriffe wiederholen sich. Dadurch, dass die Liste gewachsen ist über die letzten Jahre, ist das auch kein Wunder. Diese Dinge waren wohl mehrfach wichtig – und sie sind es jetzt noch. Manche Begriffe sind weiter weg, manche sind näher. Doch manche dieser Visionen haben sich bereits „erfüllt“ und manche sind gerade dabei, sich zu manifestieren. In einer Art, die ich nicht erwartet hätte, doch die ich jetzt nicht anders wollen würde.

Ob diese Liste auch ein Sinnbild ist? Ob diese Worte an einem Ort, den ich täglich betrachte, ein Visionsboard sind? Ob ich insgeheim immer darauf hin gearbeitet habe? Das Universum sich mit mir verbunden hat und die Welt mir all diese Möglichkeiten eröffnet hat? Ob es Zufall war und ist, dass ich jetzt stehe, wo ich stehe? Wahrscheinlich ergibt all das und vieles mehr die Wirklichkeit.

Ich bin jedenfalls immer wieder erfreut, wenn ich diese Wörtchen anschaue und in mich hineingrinse – mich umschaue, nachdenke oder mich zum Computer setze und genau das mache, was mein Herz berührt, meinen Geist erfüllt und mein Wesen nährt.

Und ich bleibe freudig aufgeregt, wenn ich daran denke, was noch alles auf mich zukommen wird.

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